Generell, brr, man versucht solche Einleitungen so gut wie möglich zu vermeiden, aber doch das trifft ganz gut zu, also generell mieten oder vermieten wir die Zeit ununterbrochen.
In einem komerziellen Kontext ist das selbstverständlich und besonders stark ausgeprägt bei der Zeitarbeit und jeder anderen Erwerbstätigkeit auf der Stundensatz-Basis. Da wird Zeit wie Produkte und Dienstleistungenge- und vermietet, so etwa wie Wohnung, Auto oder Messestand mieten . Zeit ist hier ein ganz klares Kriterium und lässt nicht nur den Wert einer Dienstleistung oder eines Produkts einzuschätzen. Es hilft auch mit alternativen Angeboten vergleichen.
Aber im privaten Kontext so über Zeit zu schreiben geht kaum, ohne dass man als neutral bleibt. Dabei bleibt die Zeit in ihren Kapazitäten unverändert . Mehr noch, wenn man die so genannte private Zeit aus ihren Mietverhältnissen herausnimmt, das heißt wenn man ihre Limitierung nicht wahrnehmen will, dann baut man ganz unrealistische Erwartungen und Ansprüche. In dieser Zeit dann muss man ganz viel und flott arangieren, nachholen, fixen und und und…
Doch auch die private Zeit ist auf Miete … Daran kann man sich erinnern gerade in der Frühlingszeit, wenn alles beschleunigt wird.